Transparenter Klimaschutz beim Versand – für die Bonifatius GmbH bedeutet das: anfallende CO2-Emissionen von neutraler Seite erfassen und diesen Verbrauch durch intelligente Klimaschutzprojekte ausgleichen zu lassen. Der Logistikdienstleister DHL bietet mit seinem GOGREEN-Programm genau dieses Verfahren an. Die Bonifatius GmbH zählt deshalb zu den ersten und stärksten GOGREEN-Kunden in Ostwestfalen und darüber hinaus zu den aktivsten bundesweit.
Die CO2-Kompensationleistungen der Bonifatius GmbH von 41,264 Tonnen Kohlendioxid durch DHL GOGREEN Produkte und Services im Jahr 2010 werden in vier anerkannte Klimaschutzprojekte investiert:
- Ein Wasserkraftwerk in Brasilien, zur Senkung von CO2-Emmisionen durch Nutzung von Wasserkraft zur Stromerzeugung anstelle fossiler Brennstoffe. Die Projektaktivität umfasst ein 7,6 MW Laufwasserwerk, welches das Wasser des Juruenea Flusses zur Stromerzeugung verwendet. Das Kraftwerk kommt dabei ohne zusätzliche bauliche Maßnahmen (Dämme, Wasserspeicher) aus und vermeidet so weitere Eingriffe in die natürliche Landschaft.
Das Santa Lúcia II Wasserkraftwerk verbessert das Angebot an Strom aus erneuerbaren Energiequellen und trägt gleichzeitig zu einem substanziellen und nachhaltigen Wachstum der lokalen / regionalen Wirtschaft bei. Die Nutzung von Wasserkraft in kleinen Flusslaufwerken erschließt eine lokale und saubere Energiequelle, die dank der Verbesserung der Versorgungszuverlässigkeit insbesondere für die Entwicklung entlegener Regionen von großem Wert.
- Ein Windkraftwerk in China, zur Senkung von CO2-Emmisionen durch Nutzung von Windkraft zur Stromerzeugung anstelle fossiler Kohlekraftwerken.
Das Projekt liegt im Osten der Halbinsel Liuao, wo konstant hohe Windgeschwindigkeiten erreicht werden. Mit einer Gesamtleistung von insgesamt 45 MW produziert dieser Windpark ca. 95.600 MWh sauberen Strom pro Jahr.
Neben der Reduzierung der CO2-Emissionen wirkt sich das Klimaschutzprojekt positiv auf das wirtschaftliche und soziale Wohlergehen der Region aus. Die Bevölkerung vor Ort beteiligte sich aktiv an der Planung des Projekts und profitiert in mehrfacher Weise von dem Technologietransfer sowie den neu geschaffenen Arbeitsplätzen. Dieses Klimaschutzprojekt wurde deshalb als erstes in China mit dem Gold Standard ausgezeichnet, der höchste Qualität garantiert. Die Windindustrie in China kann so nachhaltig gefördert werden.
- Eine Deponiegasanlage in der Türkei zur Senkung von Treibhausgasemissionen durch Nutzung von Deponiegas zur Stromerzeugung anstelle fossiler Brennstoffe. Die Mamak-Mülldeponie in der Nähe von Ankara entsorgt täglich durchschnittlich 3,500 Tonnen Siedlungsabfälle, von denen 60 % Bioabfälle sind. Vor Projektbeginn wurden die Abfälle ohne Weiterbehandlung offen abgelagert. Hierbei entsteht sogenanntes Deponiegas, das zu 50 % aus dem gefährlichen Treibhausgas Methan besteht.
Die Deponiegasanlage mit einer Gesamtleistung von 22,6 Mw saugt das bei der Verrottung entstehenden Deponiegas ab und verhindert so die Freisetzung in die Atmosphäre. Zudem wird das Gas zur Erzeugung von Strom genutzt. In das regionale Netzt eingespeist, ersetzt der Ökostrom aus konventionellen fossilen Brennstoffen generierte Elektrizität.
Die lokale Bevölkerung profitiert in mehrfacher weise von dem Technologietransfer. Infolge des Projekts wurden neue Arbeitsplätze für den Betrieb der Anlage geschaffen. Die Luftqualität konnte deutlich verbessert werden. Daneben werden mithilfe der Abwärme mehrere Gewächshäuser beheizt. 2009 wurde das Projekt mit dem „world Bank Award for Best Environmental Project“ ausgezeichnet.
- Ein Biomassekraftwerk in Indien zur Senkung von CO2-Emmisionen durch Nutzung landwirtschaftlicher Reststoffe zur Stromerzeugung anstelle von Kohlekraftwerken.
Pflanzliche Abfälle wie Zuckerrohrblätter, Kokosnussschalen, Maiskolben und Plantagenholzreste werden für gewöhnlich direkt auf dem Feld verbrannt oder verrottet. Beides führt zu schädlichen Emissionen von CO2 bzw. Methan.
Das 4,5 MW Biomassekraftwerk im indischen Bundesstaat Karnataka nutzt diese landwirtschaft- lichen Reststoffe mit niedrigem Brennwert hingegen zur Bereitstellung von Strom. Die pflanzlichen Abfälle werden in einem Dampfkessel verbrannt. Der hierbei entstehende Dampf wird einer Turbine zur Stromerzeugung zugeführt. In das regionale Netz eingespeist, ersetzt der Ökostrom aus konventionellen fossilen Brennstoffen generierte Elektrizität.
Die lokalen Bauern können ihre organischen Abfälle verkaufen und die im Kraftwerk entstandene Asche anschließend wieder auf den Feldern als Dünger einsetzen. Infolge des Projekts wurden außerdem neue Arbeitsplätze für den Betrieb der Anlage und die Aufbringung des Düngers auf den Feldern geschaffen.

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